Mit Kinaesthetics die Mobilität verbessern

Die Pflegereformen haben die Förderung der individuellen Mobilität in den Fokus gerückt. Hierfür ist das Kinaesthetics-Konzeptsystem ein geeignetes Instrument, da seine Anwendung das Erkennen von Bewegungsressourcen, die Eigenwahrnehmung in der Bewegung und die wirksame Gestaltung von Aktivitäten unterstützt.

Das Kinaesthetics-Konzeptsystem ist ein Modell, das als Analysewerkzeug für alle menschlichen Bewegungsaktivitäten dient und gleichzeitig dazu beiträgt, die Mobilität und Alltagsselbstständigkeit von Pflegebedürftigen zu erhalten. Es hilft Anwenderinnen und Anwendern, Ressourcen zu entdecken und diese zu fördern. Sie sind durch ihre Kinaesthetics-Erfahrungen nicht nur fähig, mobilisierend und motivierend anzuleiten, sondern ermöglichen dem Pflegebedürftigen, gezielt neue Bewegungskompetenzen zu entwickeln.

Mit einer mehrteiligen Beitragsserie widmet sich die Zeitschrift Altenpflege ausführlich dem Kinaesthetics-Konzeptsystem und dem kinaesthetischen Arbeiten in der Langzeitpflege. Im Rahmen dieser Serie werden alle sechs Konzepte des Systems vorgestellt und deren Anwendungsmöglichkeiten anhand von Praxisbeispielen anschaulich gemacht. Der erste Teil, der in der aktuellen Ausgabe von Altenpflege erschienen ist, geht auf die Grundlagen der Erfahrungswissenschaft Kinaesthetics, die mit „Kunst der Bewegungswahrnehmung“ übersetzt werden kann, ein. Zudem stellt die Autorin und Kinaesthetics-Trainerin Birgit Grüneberg die Schwerpunkte und Inhalte der unterschiedlichen Konzepte des Systems dar. In der August-Ausgabe von Altenpflege erläutert Grüneberg anhand zahlreicher Beispiele die Funktionsweise des ersten Kinaesthetics-Konzepts „Interaktion“.

Quelle: www.altenpflege-online.net